Innerhalb der nächsten Woche bin ich unter www.mutterschutzgebiet.de zu finden!
Ich freue mich darauf Euch dort wiederzutreffen!!
Innerhalb der nächsten Woche bin ich unter www.mutterschutzgebiet.de zu finden!
Ich freue mich darauf Euch dort wiederzutreffen!!
Ich habe gegen eines meiner Erziehungsprinzipien verstoßen. Eigentlich habe ich schon gegen viele meiner Erziehungsprinzipien verstoßen, aber dass Dieses mal fallen würde, das hatte ich nicht erwartet.
Meine Tochter ist nicht mal drei und sie hat gestern ihren ersten Lippenstift bekommen. Einen von The Body Shop in Brombeere mit einem leichten Schimmereffekt, in Lebensmittelqualität. Immerhin.
Und das kam so:
Mein Mann und ich legten uns, nach einer Nacht mit wenig Schlaf, dank Monster in den Ecken und bösen Zähnen, mittags mit unseren Kindern zum Schlafen nieder.
Wir schliefen. Die Kinder nicht. Aber sehr rücksichtsvoll und leise.
Als wir aufwachten, war meine Tochter sehr stolz. Und quietschrot. Sie hatte sich geschminkt. „Wie Mama“. Augen, Wangen, Lippen und Nacken (?) waren großflächig mit einem Kinderfilzstift rot angemalt worden. Ihr Bruder gleich mit. Meine Entrüstung konnte sie nicht ganz nachvollziehen. Sie wollte sich eben auch schminken. Und an meinen Schminktisch im Schlafzimmer darf sie nicht. (Das hob sie auch noch mal, so deutlich das Fast-Dreijährige eben können, hervor.)
Nach einer Waschprozedur voller Schreien und Tränen, dachte ich mir, dass es helfen würde, wenn sie ab und zu etwas Schminke bekäme, da es sie so interessiert. Aber ja nicht meine!! Also Eigene, die in ihrem Zimmer steht, die sie haben darf, wenn sie danach fragt. Das klang eigentlich ganz vernünftig in meinem Kopf.
Also zogen wir los, sie durfte sich den Stift mit der netten Verkäuferin aussuchen und ich fühlte einige entgeisterte Blicke umstehender Miteinkäufer. Scheinbar machte das auf die Umstehenden keinen sonderlich vernünftigen Eindruck.
Ich frage mich, wie ich noch vor zwei Wochen geguckt hätte, wenn ich so eine Szene beobachtet hätte.
Mal sehen, wie lange es dauert, bis meine Prinzipien in puncto Piercings fallen.
Schlagworte: Body Shop, Erziehung, Kind, Kinder, Liebe, Mutter, Piercing, Schminken, Tochter, Verwöhnen
Sie sind überall. Sie sind zahlreich. Sie sind erbarmungslos. Und sie kommen aus ganz unterschiedlichen Lagern. Die Eltern- und speziell Mutterbasher. Die „Experten“, die entweder keine eigenen Kinder haben oder deren Kinder schon so lange aus den Windeln sind, dass sie selber demnächst wieder welche brauchen, geifern und ereifern sich in Büchern und Talkrunden darüber, wie sehr die Eltern in diesen Tagen doch versagen. Die Definition von Versagen ist dabei so unterschiedlich wie die selbst ernannten Experten und Möchtegernmeinungsbilder.
Da regt sich eine (kinderlose) Dame der TAZ über „Latte Macchiatto Mütter“ auf, die Frauen die nach der Geburt zu Hause bleiben, ihre Kinder in teuren Wagen durch die Gegend schieben, besagtes Kaffeegetränk genießen und kleinere „Projekte“ haben, mit denen sie wenig bis gar kein Geld verdienen. Das hat sie speziell in Berlin beobachtet. Zwar hat ein Großteil der Zentralberliner Bevölkerung immer irgendwelche „Projekte“ statt Festanstellungen mit denen sie kein Geld verdienen, aber bei Müttern ist das ein großes Pfui Bäh. Eine andere Dame lässt sich über Mütter am Prenzlauer Berg generell aus und zieht dabei noch eine Kaffeehausbesitzerin dazu. Sie hat ja auch allen Grund sich über Frauen aufzuregen, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als Kaffee zu trinken. Außerdem ist es ja auch ne Frechheit, wie können die bitte in einem familienfreundlichen Stadtteil einer Großstadt wohnen, noch dazu als ZUGEZOGENE und sich da auch noch wohl fühlen? Glückliche, nette Menschen? IN BERLIN? Wo soll das noch hinführen? Link: http://www.taz.de/!79576/
Der plötzlich ultrakonservative Ex-Eliteinternatsdiktator schimpft, dass Eltern ihren Kindern keine Disziplin vermitteln und lobt selbige, obwohl er früher Reformpädagoge war. Aber man kennt ja das Phänomen, dass die Konvertierten meist die extremsten Verfechter sind. Sein Buch kann man getrost als grenzwertig bezeichnen.
Kinder sind in dieser Erziehungsratgebersprache keine Kinder, sondern Tyrannen, Trotzköpfe und Rebellen. Sie müssen gebändigt werden und geradegebogen. Autorität, Konsequenz und logische Folgen, sind da der Schlüssel. Und dann wird auch noch die Wehrpflicht abgeschafft. So kann aus den Kindern ja nichts werden.
Die Eltern-Basher kommen von allen Seiten!
In Talkshows und Büchern wird darüber diskutiert, ob Eltern ihre Kinder zu viel oder zu wenig fördern, ob sie zu besorgt sind oder nicht. Wird die Welt nun schlechter? Sind Eltern nicht schon per se schlechte Menschen, weil sie so egoistisch waren Kinder in die Welt zu setzen, nur weil sie Lust drauf hatten?
Dann erziehen sie ihre Kinder auch noch zu lasch, zu streng, zu konservativ oder nicht konservativ genug.
Ich hab es satt, ich bin es leid, ich will es nicht mehr hören. Als Mutter kann ich anscheinend sowieso nichts richtig machen. Ich bin dazu verdammt, zu scheitern, egal was ich tue.
Natürlich gibt es auch die anderen, die guten Bücher, die netten Menschen. Die tatsächlich helfen, weil sie beruhigen und unterstützen einen eigenen Weg zu finden. Ich finde es auch wichtig sich zu informieren. Aber leider gibt es inzwischen im Bücherwald so viele schreckliche Publikationen, die nicht nur verunsichern, sondern auch noch verurteilen und Eltern einfach als blöd hinstellen. Zuerst wollte ich an dieser Stelle dazu aufrufen, alle Erziehungsratgeber und Elterntadelbücher in diesen kalten, nassen Tagen als Brennholzersatz zu nutzen, aber irgendwie ist Bücher zu verbrennen etwas zu stark historisch belastet. Also rate ich an dieser Stelle allen Müttern diese Bücher sinnvoll zu nutzen. Zum Pappmaché basteln oder bemalen oder Papierflieger falten.
Schlagworte: Buch, Eltern, Erziehungsratgeber, Internat, Kind, Kinder, Mutter, Prenzlauer Berg, Salem, TAZ
Eine liebe Mitbloggerin hat mir einen Preis verliehen! Juhu! Der “The Versatile Blogger” Award. Ich fühle mich enorm geschmeichelt.
So, Teil des Deals ist, dass ich sieben Wahrheiten über mich erzähle, die hier keiner bisher wusste. Das dürfte nicht allzu schwer sein.
Also:
Wahrheit 1:
Ich lenke mich wesentlich häufiger vom Arbeiten ab, mit Facebook und anderem Quatsch, als ich gerne zugebe.
Wahrheit 2:
Je öfter meine Schwiegerfamilie schrecklich schockiert reagiert, wenn ich erwähne, dass ich mir wünsche mein Sohn würde mal ein professioneller Balletttänzer (und dazu schwul), um so öfter muss ich es sagen!!
Wahrheit 3:
So sehr ich es liebe zu arbeiten (und vor Allem zu schreiben), manchmal fände ich es enorm spannend in den spießigen 50ern zu leben und alle finanzielle Verantwortung meinem Mann aufzubürden. Hach ja…simpler times!
Wahrheit 4:
Bei Regenwetter stelle ich heimlich den Wecker aus und hoffe, dass meine Tochter nicht aufwacht, damit ich sie nicht in die Kita bringen muss …
Wahrheit 5:
An besonders stressigen Tagen wünsche ich mir manchmal, dass meine Kinder aufhören das Haus auseinander zu nehmen und sich dafür in ein kaltes Bier und ne heiße Pizza verwandeln.
Wahrheit 6:
Ich steh mehr auf die Kinderhörspiele als meine Kinder.
Wahrheit 7:
Ein wildes Wochenende mit meinem Mann besteht aktuell darin, dass wir solange schlafen, wie wir können.
Das sind meine schmutzigen, kleinen Geheimnisse!
Enjoy
Am 21.11. gab es eine der täglichen Talkrunden der ard, zum Thema Betreuungsgeld und Kitaplatznot. Der Link zur Sendung:
http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/rueckschau/sendungen.php5
Wer sich die Diskussion unvoreingenommen anschauen will sollte jetzt nicht weiter lesen!!
Mit in der Diskussion war eine freie Journalistin, die von Zuhause arbeitet und ihre Kinder betreut. Sie pocht darauf, dass Kinder unter drei von ihren Müttern betreut werden sollten. Gut und schön. Sie hat leicht reden. Sie kann Geld verdienen und die Kinder betreuen, doch ich bin mir ziemlich sicher, dass sich nicht alle Berufsgruppen zu diesem Modell eignen. Aber ich mag mich auch irren.
Absolute Hasskandidatin in dieser Runde ist aber SIE: Christine Haderthauer von (natürlich) der CSU.
Abgesehen davon, dass sie rumzickte wie ein Bus voll vierzehnjähriger Teenies mit Menstruationsbeschwerden und auch beiseitegelassen, dass sie es sich nicht verkneifen konnte, permanent darauf hinzuweisen wie geil Bayern nun doch im Vergleich zum Rest Deutschlands ist, waren einige ihrer Äusserungen einfach nur antifeministisch und stumpf-doof.
Auch aufschlussreich: Die Kommentare der Zuschauer im Gästebuch. Da wird Krippenbetreuung auch schon mal mit körperlicher Misshandlung gleichgesetzt.
Ernsthaft: Wie kann man der Meinung sein, Kinder die unter drei fremdbetreut werden, hätten automatisch keine enge Bindung zu ihren Eltern? Man lässt sein Kind in der Regel nicht 24 Stunden betreuen.
Dann behauptet Frau Harderthauer, Kinder die in Krippen betreut werden würden emotional verwahrlosen. Fragen wir doch einfach mal bei den Menschen nach die in der DDR aufwuchsen. Ist ganz Frankreich gefüllt mit emotional gebrochenen Opfern der frühen Trennung zu ihren herzlosen Eltern? Ist Dänemark bevölkert von traurigen Menschen, die nachts über die frühe Trennung zu ihrer mami weinen??
Oder ist Deutschland in der Hinsicht einfach nur rückständig und etwas doof (vor allem in südlichen Gefilden)?
Schlagworte: ard, Betreuungsgeld, csu, hart aber fair
Nun ist es also so weit und der Seehofer hat sein Betreuungsgeld durchgedrückt. Spitze Horst! Damit wurde eine der sinnlosesten, frauenfeindlichsten und anachronistischen Geldverschwendungen auf den Weg gebracht, die Deutschland seit Langem (oder je?) gesehen hat!
100 Euro zahlt der Staat monatlich, wenn Eltern sich entscheiden, ihr Kind nicht in einer Kita betreuen zu lassen.
Die Sinnlosigkeit dieses Geldes ist vielschichtig. Während die Arbeits- und die Familienministerin darüber diskutieren, wie man dafür sorgen könnte, mehr Frauen in Führungsposition zu bekommen, sorgt der bayrische Autonome dafür, dass mehr Frauen zu Hause bleiben.
Oder sollte man das Betreuungsgeld eher als Bestechung sehen? Das die Betreuungsgarantie für U3 ab 2013 tatsächlich greift, glaubt wohl niemand. Also gibt man der Mutter 100 Euro, statt der Möglichkeit wieder arbeiten gehen zu können. Grotesk.
Über das Argument, dass gerade Familien aus Präkeren Verhältnissen, deren Kinder am aller nötigsten Frühförderung bräuchten, eher das Geld nehmen, als noch Geld zu zahlen, um das Kind betreuen zu lassen, möchte ich mich nicht weiter äußern. Das wird an anderen Stellen diskutiert. Ich schimpfe nur über den Rest.
Schlagworte: Betreuungsgeld, csu, Horst Seehofer, Mutter, Politik
ICH! HABE! BABYFREI! Juhu! Und nicht nur ich, nein! Auch der Gatte! Ein ganzes Wochenende nehmen meine Eltern unsere Kinder! Und der Liebste und ich werden feiern gehen. Wahrscheinlich mindestens zwei Bier trinken und dann nach hinten umfallen und die restlichen zwei Tage zum Ausnüchtern und Schlafen brauchen!
Ich möchte jetzt mal nicht darüber nachdenken, wie die Wochenenden meines Liebsten und mir aussahen in der Prä-Kinder-Ära. Viel lieber freue ich mich die nächsten zwei Wochen darauf, dass meinem Mann und mir zwei Nächte bevorstehen, in denen kein Kind mit Teddy im Arm vor unserem Bett steht!
Kurzzeitig habe ich darüber nachgedacht, ob es auch okay ist, sich so sehr auf ein kinderfreies Wochenende zu freuen, aber kam dann (während des nächsten Schreianfalles meiner Tochter) zu dem Schluss, dass es vollkommen gerechtfertigt ist, auch wieder Sehnsucht danach zu haben, einfach nur Mann, Frau, Ehepaar zu sein!
In diesem Sinne: CHEERS!